Empfang für die Königin

Erste Pflanzen im neuen egapark-Rosengarten angeliefert

300 Rosen sind heute für die Neugestaltung des egapark-Rosengartens eingetroffen. Es handelt sich dabei nicht um Sorten, die es in den Gartenmärkten allerorts zu kaufen gibt. Die Pflanzen sind Nachzüchtungen von DDR-Rosen, die in den vergangenen drei Jahren im Rosenhof Rönigk in Bad Langensalza eigens für den egapark kultiviert wurden. „Ca. 60 Sorten wie Sonnengold, Journal oder Vulkan wurden aus Trieben veredelt, die aus dem alten egapark-Bestand stammen, auf eine neue Unterlage okuliert und herangezogen. Weitere Sorten aus dem Bestand der DDR-Züchtungen werden von einem Betrieb aus der Lausitz für den egapark kultiviert“, erzählt die Rosenfachfrau des egaparks, Gärtnerin Yvonne Udhardt.

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit, deshalb sollen bis Ende November alle jetzt angelieferten Pflanzen in der Erde sein. Abhängig ist das von der Fertigstellung des Garten- und Landschaftsbaus in dem Areal, das für die Bundesgartenschau 2021 komplett neu gestaltet wird. Der neue Rosengarten ist ein Gemeinschaftswerk verschiedener Partner: Entworfen hat das Areal SWUP Landschaftsarchitekten Berlin, die Pflanzplanungen lag in den Händen von Petra Pelz. Die freie Landschaftsarchitektin ist renommierte Fachfrau für Stauden- und Gräsergärten und hat verschiedene Areale im egapark gestaltet. Sie hat bereits für verschiedene Bundesgartenschauen gearbeitet.

Der Rosengarten bildet den Auftakt des südlichen Parkbereichs mit Sichtbeziehungen zum Geratal und zum Steiger. Mit der Umgestaltung entsteht eine bessere thematische und räumliche Orientierung. Das Thema Rose rückt noch mehr in den Vordergrund, wie es einer Königin der Blumen würdig ist. Thematisch voneinander abgegrenzte Schau- und Ausstellungsflächen entstehen mit einem durchgängigen Rosenband. Rosen sind eines der zentralen Themen einer BUGA, die Ausstellungsbeiträge sind gewöhnlich temporär. Nicht so in Erfurt, der egapark-Rosengarten bleibt erhalten und kann noch viele Jahre in seiner Schönheit bestaunt werden.

Hier werden auf 1.700 m² Pflanzflächen Rosen und Stauden gezeigt, das sind 200 m² mehr als bisher. Die Präsentation gliedert sich in verschiedene Themen: moderne Rosenverwendung, Züchtungen aus der DDR, Duftrosen, bienenfreundliche Rosen, Sorten für den Halbschatten und einen mediterranen Rosengarten.

Es wird auch ein Areal Neuheitensichtungen für den Rosenwettbewerb der BUGA 2021 ohne Stauden geben, um einzelne Rosensorten gegenüberzustellen. Geplant wurde dieser Bereich vom Büro IHLE Landschaftsarchitekten aus Weimar. In Summe werden ca. 4.300 Stück Rosen gepflanzt in ca. 400 unterschiedliche Sorten. Dazu kommen im Zeitraum der BUGA 2021 temporär 500 m² reine Sortenschau im Rosengarten und den Hallenhöfen. Damit zeigen Züchter Sorten, die auf Pflanzengesundheit, Blühdauer und Sortenreinheit ausgerichtet sind, gärtnerische Betriebe beweisen in der Pflege ihr Können.

Die Königin der Blumen wird als wichtiges Thema der Bundesgartenschau auch an anderen Orten residieren: In den egapark-Hallenhöfen sind Sortenschauen geplant, auf dem Petersberg wird es 2021 für 171 Tage Gartenfest einen Rosengarten an der Peterskirche geben, den Garten der heiligen Elisabeth von Thüringen mit einer Fläche von 180 m². Außerdem können sich die Besucher auf die Sortenschau im Bereich Erwerbsgartenbau im Festungsgraben auf 620 m² freuen.

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