Die 25 BUGA-Außenstandorte

Die BUGA 2021 beschränkt sich mit den 25 Außenstandorten nicht nur auf Erfurt – die Idee der Bundesgartenschau wird so in den gesamten Freistaat getragen. In naher und ferner Nachbarschaft zu Erfurt hat Thüringen eine Vielzahl von Garten- und Parkanlagen mit historischer Bedeutung und Einmaligkeit vorzuweisen. Diese sind anlässlich der BUGA Erfurt 2021 in einem Gartennetzwerk vereint.

Herressener Promenade und Paulinenpark (Apolda)

Das Gartendenkmal Herressener Promenade ließ der Apoldaer Verschönerungsverein einst Ende des 19. Jahrhunderts als „grüne Oase“ für die Erholung der Stadtbevölkerung anlegen, um „Spaziergänge in staubfreier Luft“ zu ermöglichen. Bis in die 1930er-Jahre wurde die Promenade zu einer etwa 15 Hektar großen Parkanlage mit zwei großen Wasserflächen erweitert – auch unter Mitwirkung des Großherzoglich Sächsisch-Weimarischen Hofgärtners und Garteninspektors Otto Ludwig Paul August Sckell (1861–1948). Das langgestreckte Gelände wurde zusammen mit dem Paulinenpark 2017 für die Landesgartenschau Apolda grundhaft saniert und in einigen Bereichen neu gestaltet. Heute überzeugen die Herressener Promenade und der Paulinenpark mit ihren alten Baumbeständen im Sinne eines Landschaftsparks mit spannungsreichen Blickachsen zwischen schattigen Baumalleen, sonnigen Terrassen, Streuobstwiesen sowie Wiesen mit Solitärbäumen. | Weitere Informationen

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Gärten der Stadt Bad Langensalza

Blühende Gärten, verschlungene Gassen und ein liebevoll gestaltetes Stadtbild machen Bad Langensalza zu einem wahren Kleinod in Thüringen. Die Kur- und Rosenstadt beeindruckt mit der Vielfalt von zehn Parks und Themengärten wie dem Rosengarten, Japanischen Garten oder den Anlagen an der Kurpromenade. Geschichte und Gegenwart schaffen hier eine unvergessliche Atmosphäre. | Weitere Informationen

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Schlosspark Altenstein (Bad Liebenstein)

Die ab 1798 zu einem sentimentalen Landschaftspark mit zahlreichen Kleinarchitekturen entwickelte Parkanlage repräsentiert auf 160 Hektar wichtige Epochen der Gartenkunstgeschichte und ist eine der herausragenden Parkanlagen in Thüringen. Schloss und Park und auch der Bau des halbrunden Hofmarschallamtes als östlicher Abschluss der Anlage gehen auf Georg I. von Sachsen-Meiningen (1761– 1803) zurück. Auf seine Veranlassung wurde ab 1799 der Landschaftspark angelegt, bei dem geschickt die umgebenden Hänge, Felspartien und Ausblicke in die Täler in die gestalterische Konzeption miteinbezogen wurden. Es entstanden teils spektakuläre Sichten im Park und in die umgebende Landschaft. Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Carl Eduard Petzold und Peter Joseph Lenné gestalteten die Anlage und entwickelten sie weiter. Der Innenpark rund um das im Stil der Neorenaissance 1888 von Herzog Georg II. umgestaltete Schloss mit Blumenbeeten und Skulpturen wurde Ende des 19. Jahrhundert ausgeführt. Weitere Informationen 

Barockdorf Bendeleben

Für Liebhaber erhaltener barocker Baukultur bietet Bendeleben eine bleibende Erinnerung. Viele Häuser hinterlassen noch immer ein lebendiges Bild. Ab 1770 ließ Geheimrat von Uckermann am Ortsrand einen Lustgarten und die heute noch vorhandene Orangerie mit Gewächshäusern errichten. Die für das Rokoko typische Gartenanlage mit Fontänen, Kanälen und Berceaux ist heute bis auf die Umfassungsmauer vollständig verschwunden. Bis 2007 wurde die Orangerie aufwändig saniert und ein moderner Garten neu angelegt. Entstanden ist ein einzigartiges Ensemble aus historischer Bausubstanz und neu gestaltetem Lustgarten mit Springbrunnen, Rasen- und Staudenbeeten. Die Orangerie wird heute als Winterquartier für die eigenen Pflanzen sowie die Pflanzen des Schlosses Sondershausen, für Ausstellungen, Konzerte, Tagungen und private Feiern genutzt. Zum Gut Bendeleben gehört zudem ein Gutspark, der bereits 1775 als landschaftliche Anlage beschrieben wird und damit zu den ältesten Landschaftsparks in Deutschland zählt. | Weitere Informationen

Historischer Friedhof Camposanto (Buttstädt)

Der Alte Friedhof in Buttstädt, im Landkreis Sömmerda, stammt aus der Zeit der Renaissance und gehört zu den wenigen erhaltenen Friedhofsanlagen mit Grabmalen der Renaissance, des Barock, des Rokoko und des Klassizismus in Mitteldeutschland. Das von zwei Arkadenhallen gesäumte Gräberfeld wird zu den sogenannten Camposanto-Friedhöfen gezählt, im Italienischen als Campo Santi bezeichnet. Derartige Campo Santi entstanden im 16. und 17. Jahrhundert besonders in Mitteldeutschland, dem Kernland der Reformation. Entlang der Nordseite und der Ostseite verlaufen zwei Säulengänge unter denen sich Gruftanlagen befinden. Die Gänge stoßen an der Nord-Ost-Ecke an ein Portal, das auf 1592 datiert wird. Darüber wurde im 18. Jahrhundert ein achteckiger Glockenturm mit Welscher Haube und hoher Spitze aufgesetzt, der noch heute ein wichtiges städtebauliches Element darstellt. Der außergewöhnliche Grabmalbestand mit Obelisken, Säulen und Kreuzen dokumentiert Grabmalkunst in Thüringen von der Renaissance bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. | Weitere Informationen

Dornburger Schlossgärten (Dornburg-Camburg)

Reizvoll über einer steil abfallenden Felswand reihen sich die durch ihre unterschiedlich gestalteten Gärten zu einer Gesamtanlage verbundenen Dornburger Schlösser aneinander. 90 Meter oberhalb des Saaletales bestimmen die drei nebeneinanderliegenden Schlösser das malerische Landschaftsbild. Alle Schlösser sind von mehreren kleineren Gärten umgeben – dem Landschaftsgarten, dem Eschen- und dem Rosengang sowie dem in barocken Formen gestalteten Parterre, den Weinbergen am Felshang mit Wegen und Bastionen und dem Kräuter-, Obst- und Grasegarten. Höhepunkt ist der zum Rokokoschloss gehörige Garten mit Blumenbeeten, Laubengängen und  Rosenspalieren. Dabei handelt es sich um eine Schöpfung aus den 1960er Jahren. Der Dresdner Gartenarchitekt Hermann Schüttauf legte damals den Garten neu an und empfand ihn dem Rokoko nach. Die Dornburger Schlösser bilden ein landschaftsästhetisches Erlebnis und zählen zu den meist besuchten touristischen Attraktionen Thüringens. | Weitere Informationen

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Barocker Schlossgarten Ebeleben

Der ehemalige fürstliche Schlossgarten zu Ebeleben ist ein Kleinod der barocken Gartenarchitektur in Thüringen. Seine Ursprünge liegen Anfang des 17. Jahrhunderts. Er wurde mehrfach verändert und erhielt seine größte künstlerische Ausprägung während der Regierungszeit von Fürst Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1736–1794). Es entstand eine etwa 320 Meter lange, nach Norden abfallende und in mehrere Terrassen gegliederte Gartenanlage. Sie ist nach den Prinzipien eines Französischen Gartens streng axial mit Haupt- und Nebenachsen aufgebaut. Als Ausnahme verläuft die Hauptachse auf das 1774 errichtete prachtvolle Orangen- bzw. Palmenhaus, das heutige Karl Marien Haus. Die Große Kaskade stellt den Höhepunkt der künstlerischen Konzeption des Schlossgartens dar und ist die einzige in Thüringen noch in Betrieb befindliche Wasserkunst dieser Art. Vervollständigt wird die Ausschmückung des Gartens durch Großplastiken, Putti und weitere Wasserspiele, die unterschiedliche Allegorien symbolisieren. | Weitere Informationen

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Schlosspark Molsdorf (Erfurt)

Der Park von Schloss Molsdorf verkörpert anschaulich den Übergang vom Barockgarten zum Landschaftspark. Das Schloss hatte Gustav Adolph Graf von Gotter im Jahr 1733 erworben, er ließ die vorhandene Wasserburg von dem sachsen-weimarischen Hofbaumeister Krohne zu einem Lustschloss umbauen. Gotter ließ zudem eine barocke Gartenanlage mit Herkulesbrunnen, Kaskade, Orangerie, ornamentalen Blumenbeeten und reichem Skulpturenschmuck angelegen. Aus Geldnot musste Gotter das Anwesen veräußern. Die nachfolgenden Besitzer ließen den kostspieligen barocken Garten durch den Gothaischen Hofgärtner Johann Rudolph Eyserbeck in einen pflegeleichteren Landschaftspark umwandeln. Der Grundriss der barocken Anlage, die seinerzeit zu den künstlerisch bedeutendsten Gartenkunstwerken Thüringens zählte, ist auch heute noch in den Rasenflächen ablesbar. | Weitere Informationen

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Schlosspark Ettersburg

Ettersburg war seit der Errichtung der ersten Schloss- und Parkanlagen Anfang des 18. Jahrhunderts ein beliebter Jagd- und Sommersitz der herzoglichen Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach. Als Sommersitz der Herzogin Anna Amalia von 1776 bis 1780 zog Ettersburg literarisch-musische Größen wie Goethe, Schiller, Wieland und Herder an. Das nördlich von Weimar gelegene Ensemble gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe „Klassisches Weimar“. Die Gestaltung des romantischen Landschaftsgartens geht zu großen Teilen auf Carl Alexander, den Urenkel Anna Amalias, zurück, der das Schloss im Jahr 1842 übernahm. Der junge Erbgroßherzog ließ die beiden Schlossparterres nach Plänen von Carl Eduard Petzold umgestalten. 1845 erfolgte auf Anregung und unter Beteiligung des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau die Ausweitung der Schlossallee, einer Schneise des alten Jagdsterns, zum sogenannten „Pücklerschlag“, einem mit kulissenartig gestaffelten Gehölzgruppen ausgeschmückten Wiesenraum auf einem dem Schloss gegenüberliegenden Hang. | Weitere Informationen

Residenzstadt Gotha

In Gotha wird das fürstliche Erbe der Gartenkunst in einer besonderen Vielfalt und Qualität präsentiert. Als spätbarockes Gartenensemble aus dem 18. Jahrhundert gilt die Herzogliche Orangerie als eine der größten und schönsten Anlagen ihrer Art in Deutschland. Die heutigen Parkanlagen um Schloss Friedenstein umfassen mehrere Bereiche, die ehemals als eigenständige Gärten nebeneinander bestanden. Südlich des Schlosses wurde ab 1769 der Englische Garten angelegt, der zu den frühesten Landschaftsgärten in Deutschland gehört. Die ursprüngliche Raumstruktur, Baumgruppen und Sichtbeziehungen innerhalb des Parks sind noch heute nachvollziehbar und der Park damit eines der wichtigsten Gartendenkmale Thüringens. Eine weitere Attraktion ist die historische Wasserkunst von 1895. Sie ist eine wunderschöne Wasserspiel- und Brunnenanlage im Herzen der Residenzstadt, die durch den 650 Jahre alten Leinakanal gespeist wird. | Weitere Informationen

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Fürstlich Greizer Park (Greiz)

Entstanden aus einem barocken Orangeriegarten, wurde der im Tal der Weißen Elster unterhalb des Oberen Schlosses gelegene Fürstlich Greizer Park ab 1800 als Landschaftsgarten gestaltet. Ihre heutige Gestalt erhielt die Anlage nach 1873 durch Carl Eduard Petzold und den Greizer Hofgärtner Rudolph Reinecken, der den Bereich um das Palais als Pleasureground mit zahlreichen Blumenbeeten ausführte. Höhepunkt der künstlerischen Konzeption ist der Binsenteich, der fast ein Drittel der Parkfläche einnimmt. Durch die abwechslungsreiche Gestaltung der Uferpartien mit Ein- und Ausbuchtungen und durch Aufschüttungen von Inseln wurde eine erlebnisreiche Szenerie geschaffen. Der Park ist etwa 45 ha groß – wirkt jedoch durch das geschickte Einbeziehen der umgebenden Landschaft, die tiefe kulissenartige Staffelung der Pflanzungen und die Wegführung viel weiträumiger. Er ist nicht nur wegen seiner gartenkünstlerischen Qualität bedeutend, er ist die letzte größere fürstliche Parkanlage, die in Thüringen entstand und damit der Schlusspunkt der fürstlichen Gartenkunst. | Weitere Informationen

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Schlosspark Kochberg (Großkochberg)

Etwa 35 Kilometer südlich von Weimar befindet sich der ehemalige Landsitz der Familie von Stein, welcher vor allem durch die häufigen Besuche Goethes zwischen 1775 und 1788 Bekanntheit erlangte. Carl von Stein, Sohn der Charlotte von Stein, ließ ab 1797 nördlich von Schloss Kochberg, einem von einem Wallgraben umgebenen Wasserschloss, einen ursprünglich barocken Garten zu einem etwa sechs Hektar großen Landschaftspark umgestalten. Es entstand eine in sich geschlossene Anlage mit rundem Badeteich, an dessen Ufer um 1820 ein Badehäuschen errichtet wurde. Unter prächtigem altem Baumbestand führen verschlungene Wege zu einer Turmruine, einer Grotte mit Begräbnisplatz sowie zu einem außergewöhnlichen Blumengarten mit einem sogenannten Blumentheater und Leinwandhäuschen. Über eine Sandsteinrinne fließt Wasser durch den Park bis zu einem Brunnen vor dem Theater. Zum Park gehört heute noch immer eine Gärtnerei mit Freigelände für Sommerblumen, Obst, Gemüse und Kräuter. | Weitere Informationen

Grüne Flusslandschaft JenaSaaleParadies (Jena)

Durch die malerisch von Muschelkalkhängen umgebene Lichtstadt Jena schlängelt sich die Saale und verbindet attraktive Flusslandschaften: das Wenigenjenaer Ufer, den Volkspark Oberaue mit dem Paradies und den Landschaftspark Saalebogen. Entlang der Saale wurden und werden blühende Gärten, Parks und Grünräume als eine zusammenhängende Kulturlandschaft entwickelt, die eng mit dem urban-kulturellen Leben in Jena verknüpft sind. Der Volkspark Oberaue ist ein in den 1950er Jahren angelegter großzügiger und weiträumiger Volkspark mit gartenkünstlerischen Anlagen, zeitgemäßen Kleinarchitekturen, Plastiken und Möblierung. Hier werden Schönheit und Individualität von gestalteter und ungestalteter Natur miteinander verbunden. Beliebt sind auch weitere grüne Oasen in Jenas Zentrum – der zweitälteste Botanische Garten Deutschlands mit ca. 10.000 Pflanzen aus allen Klimazonen der Erde sowie Schillers Garten, der nach einem historischen Gartenplan rekonstruiert wurde. | Weitere Informationen

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Schlossgarten Kromsdorf

Das malerische Schloss Kromsdorf und der ein Hektar große Renaissancegarten wurden um 1580 im Auftrag des weimarisch-altenburgischen Kammerherrn Georg Albrecht von Kromsdorf erbaut, während ab 1664 Baron Johann Theodor de Mortaigne die Mauer des Schlossparks mit 64 Sandsteinbüsten historischer und exotischer Persönlichkeiten zu einem europaweit einmaligen Objekt der Kunstgeschichte umgestalten ließ. Die Büsten in der Mauer des quadratischen Parks wurden vom 16. bis ins 19. Jahrhundert angefertigt. Sie stellen neben Kaisern, Königen und Fürsten der Neuzeit wie Karl V. oder Ludwig XIV. auch Figuren der Antike dar. Nachdem das Schloss 1806 von den Franzosen nach der Schlacht von Jena und Auerstedt zerstört und ausgeraubt wurde, nahm sich erst Großherzog Karl Friedrich von Sachsen-Weimar um 1830 des Schlosses an. Um 1905 ließ der neue Besitzer Freiherr von Conta eine Kutscherremise nebst Pferdestall errichten. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss von amerikanischen Truppen besetzt und von Flüchtlingsfamilien bewohnt. | Weitere Informationen

Neuer Friedhof (Mühlhausen)

Der „Neue Friedhof“ in Mühlhausen ist Begräbnisstätte und Stadtgarten zugleich. Unter Experten gilt er als gartenkünstlerisch bedeutendste Friedhofsanlage in Thüringen sowie als herausragendes Beispiel für den Funktionalismus. Die etwa 10,6 Hektar große Fläche wurde 1928/29 nach Entwürfen des städtischen Baurates K. Theodor Huß angelegt. Der Weitblick der Planer und die zukunftsbezogene Gestaltung des Geländes zeugen in Aufbau und Geschlossenheit von innovativer Gartenkultur des frühen 20. Jahrhunderts. Hier vereinen sich handwerkliches Geschick mit wertvoller künstlerischer Arbeit und gartenplanerischer Weitsicht zu „vollendeter Harmonie“. Die Anlage ist auch nach fast 100 Jahren in Struktur, Funktion und Gestaltung noch zeitgemäß. Sie ist eine Ruheoase, ein Ort des Erinnerns und ein Kulturdenkmal, Teil des historischen „Gedächtnisses“ der Stadt und nicht zuletzt ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Als historische Parkanlage steht der Neue Friedhof seit 1995 unter Denkmalschutz. | Weitere Informationen

Veranstaltungshöhepunkte | Neuer Friedhof (Mühlhausen)

Park und Villa Hohenrode (Nordhausen)

Der „Neue Friedhof“ in Mühlhausen ist Begräbnisstätte und Stadtgarten zugleich. Unter Experten gilt er als gartenkünstlerisch bedeutendste Friedhofsanlage in Thüringen sowie als herausragendes Beispiel für den Funktionalismus. Die etwa 10,6 Hektar große Fläche wurde 1928/29 nach Entwürfen des städtischen Baurates K. Theodor Huß angelegt. Der Weitblick der Planer und die zukunftsbezogene Gestaltung des Geländes zeugen in Aufbau und Geschlossenheit von innovativer Gartenkultur des frühen 20. Jahrhunderts. Hier vereinen sich handwerkliches Geschick mit wertvoller künstlerischer Arbeit und gartenplanerischer Weitsicht zu „vollendeter Harmonie“. Die Anlage ist auch nach fast 100 Jahren in Struktur, Funktion und Gestaltung noch zeitgemäß. Sie ist eine Ruheoase, ein Ort des Erinnerns und ein Kulturdenkmal, Teil des historischen „Gedächtnisses“ der Stadt und nicht zuletzt ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Als historische Parkanlage steht der Neue Friedhof seit 1995 unter Denkmalschutz. | Weitere Informationen

Veranstaltungshöhepunkte | Park und Villa Hohenrode (Nordhausen)

Landschaftspark Ebersdorf (Saalburg-Ebersdorf)

Die Besonderheit des Ortes Ebersdorf ist das einzigartige historische Ensemble als Erbe des Fürstentums Reuß jüngere Linie aus dem 18. Jahrhundert mit dem Schloss, dem Landschaftspark und der Orangerie, sowie der von Graf Zinzendorf begründeten Herrnhuter Brüdergemeine mit seiner Colonie um den barocken Zinzendorfplatz und dem  Gottesacker – dem Friedhof. Der Park ist etwa fünfzig Hektar groß und wurde im 19. Jahrhundert als Erweiterung eines 1710 entstandenen Barockgartens angelegt. Das Schloss wurde zwischen 1692 und 1694 auf Veranlassung des Grafen Heinrich X. erbaut und 1788 von dem sächsischen Landbaumeister Schuricht umgebaut. Nach seinen Plänen wurden auch die heutige Orangerie und der Park angelegt – ein typisch englischer Landschaftsgarten mit großen offenen Wiesenräumen und malerisch arrangierten Solitärpflanzungen. Das Teichhäuschen, idyllisch am Pfotenteich gelegen, und das Grabmal der Fürstenfamilie, die einzige Freilandskulptur von Ernst Barlach in Thüringen, gelten als Höhepunkte eines Besuchs. | Weitere Informationen

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Bergfried-Park (Saalfeld)

Der Bergfried-Park stellt in seiner Verbindung von architektonischer und landschaftlicher Gestaltung ein einzigartiges Beispiel bürgerlicher Gartenkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar. Das Haus Bergfried wurde 1923/24 vom Architekten Max Hans Kühne für den Inhaber der Saalfelder Schokoladenfabrik Mauxion, Karl Ernst Hüther, gebaut. Auch die Konzeption der Parkanlage geht im Wesentlichen auf Kühne zurück. Mit der gärtnerischen Ausführung wurde 1926 die Berliner Firma Ludwig Späth beauftragt, die in den 1920er und 1930er Jahren vermutlich das einflussreichste Gartenarchitekturbüro in Deutschland besaß. Aus der Zusammenarbeit der Architekten entstand ein Ensemble, das heute zu den wichtigsten und schönsten Kulturdenkmalen in Thüringen gehört. Der gestalterische Höhepunkt der Gesamtanlage besteht aus einer Sichtachse vom Herrenhaus mit dazugehörigem Schmuckhof über die anschließende Lindendoppelallee bis weit oberhalb zu dem auf einem weiteren Höhensprung liegenden Weiherhäuschen. | Weitere Informationen

Europa-Rosarium Sangerhausen

Ein Meer von Millionen Rosenblüten offenbart sich den Besuchern in der größten Rosensammlung der Welt, dem Europa-Rosarium Sangerhausen. Der Charme der Rosenpracht in einem einzigartigen Duft- und Farbspiel, umarmt von einer malerischen Landschaft, bezaubert jedes Jahr aufs Neue. Das Europa-Rosarium ist eines der ältesten und größten in Deutschland. Es wurde vom Verein deutscher Rosenfreunde als Vereinsrosarium angelegt, aber schon ab 1903 öffentlich zugänglich. 1899 wurde vom Gartenarchitekten Friedrich Erich Doerr ein formaler Rosengarten entworfen und bis heute sukzessive erweitert. Bekannte Züchter haben Rosensorten für die Sammlung gestiftet. Der Rosensammler Albert Hoffmann gab seine Sammlung aus rund 1100 Rosensorten als Grundstock an das Rosarium weiter. Die Wildrosensammlung des Botanikers Georg Dieck aus Zöschen mit 450 Rosensorten wurde 1900 auf der Weltausstellung in Paris ausgestellt. 1909 wurde seine Sammlung in das Rosarium Sangerhausen aufgenommen. | Weitere Informationen

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Schlosspark Tiefurt (Weimar)

Der 21 Hektar große Landschaftsgarten zu beiden Seiten der Ilm ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Klassisches Weimar“. Sanft abfallende Wiesen mit schönen Baumgruppen reichen bis zum Flussufer. Jenseits der Ilm erhebt sich ein dicht mit Bäumen bewachsener Steilhang, der Ausblicke in die umgebende Landschaft und Blickbeziehungen in den Park zurück ermöglicht. Herzogin Anna Amalia ließ das Ilmtal zu diesem sentimentalen Landschaftsgarten mit stimmungsvollen Parkarchitekturen ausstatten. Tiefurt ist der ehemalige „Musenort“ der Weimarer Hofgesellschaft. Das ländliche Anwesen war ab 1781 Sommersitz von Anna Amalia. Zum geselligen künstlerischen und musischen Zeitvertreib fernab des höfischen Zeremoniells empfing sie hier zahlreiche Gäste, darunter vor allem Goethe, Herder, Wieland und Schiller. Zwischen 1846 und 1850 kam es zur teilweisen Erneuerung und Umgestaltung durch den Weimarer Hofgärtner und Pückler-Schüler Eduard Petzold. Er ließ viele der noch heute den Park prägenden  Baumgruppen pflanzen. | Weitere Informationen

Garten am Kirms-Krackow-Haus (Weimar)

Der historische Friedhof in Weimar ist Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“. Er wurde 1818 als städtischer Friedhof angelegt – von 1823 bis 1828 wurde darauf nach den Entwürfen von Clemens Wenzeslaus Coudray die Fürstengruft, ein einzigartiges Mausoleum, errichtet. Diese ist Grabstätte des Hauses Sachsen-Weimar und Eisenach. Seit 1832 steht auch der Sarg Goethes im Gruftgewölbe, wo er neben denjenigen der Herzogsfamilie besichtigt werden kann. Von 1860 bis 1862 wurde die Russisch-Orthodoxe Kapelle als Grablege für Großherzogin Maria Pawlowna an die Fürstengruft angebaut und ein Durchbruch zwischen den Gotteshäusern geschaffen. So konnte die Regentin neben ihrem Ehemann Carl Friedrich ruhen, der 1853 in der Fürstengruft bestattet wurde. Deren klassizistisch-schlichten Kapellenraum ließ die Tochter des Ehepaares, Königin Augusta von Preußen, 1865 neu gestalten und üppig ausstatten. | Weitere Informationen

Landgut Holzdorf (Weimar)

Nur einen Steinwurf von Weimar entfernt, liegt der Holzdorfer Landschaftspark, eine der wichtigsten Gartenanlagen des frühen 20. Jahrhunderts in Thüringen. Das Landgut wurde für Dr. Otto Krebs, einen bedeutenden Kunstmäzen mit der seinerzeit größten privaten Sammlung französischer und deutscher Impressionisten, umgebaut. Die Entwürfe für die Parkanlage stammen vom Heidelberger Gartenarchitekten Franz Wirtz. Der etwa fünf Hektar große Park gliedert sich in zwei Bereiche, einen formal gestalteten mit Begoniengarten und halbrunder Pergola, der sich auf das Herrenhaus bezieht und einen landschaftlich gestalteten Teil, der sich über einen nach Westen hin abfallenden Hang erstreckt. Die imposante Anlage ist ein hochrangiges Gartendenkmal, ein Kleinod für Kenner und Naturliebhaber und ein Ökoparadies. Zu dem in den 1920er Jahren im Stile französischer Gärten angelegten Park gehört ein Alpinum mit vollständig erhaltenem Steingarten. | Weitere Informationen

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Park an der Ilm mit Goethes Garten am Stern (Weimar)

Der Park an der Ilm, ein 57 Hektar großer Landschaftsgarten, ist der in Geschichte und Gegenwart bedeutendste Park in Weimar und aufgrund der stadtnahen Lage ein viel besuchter Ort des Kunstund Naturerlebnisses. Ab 1778 verwirklichten hier Herzog Carl August und teils auch Johann Wolfgang von Goethe ihre gartenkünstlerischen Ideen. Der Besucher erlebt ein begehbares Kunstwerk mit abwechslungsreichen Landschaftsbildern und Parkarchitekturen. Am Rande des Parks liegt Goethes Garten am Stern, ein kleiner Garten, den Johann Wolfgang von Goethe selbst gestaltete. 1776 war Johann Wolfgang von Goethe ein ehemaliges Weinberghaus zur Verfügung gestellt worden. Das Gartengelände erhielt mit der Gestaltung die bis heute überlieferte Dreiteilung: außer dem parkähnlichen Hangbereich hinter dem Haus gibt es die lichte Obstwiese und den unteren Gartenteil, wo früher Gemüsebeete lagen. 1777 fand der von Goethe und seinem Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser entworfene „Stein des guten Glücks“ im Garten Aufstellung. | Weitere Informationen

Schlosspark Belvedere (Weimar)

Südlich von Weimar liegt auf einer Anhöhe und inmitten eines weitläufigen Parks die barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach, das Schloss Belvedere mit Orangerie sowie Lust- und Irrgarten. Seine heutige Gestalt verdankt der Belvederer Schlosspark vor allem dem späteren Großherzog Carl Friedrich. Er ließ den englischen Landschaftsgarten mit seinen weiten, malerischen Blicken anlegen. Zwischen 1811 und 1830 erfolgte die Umgestaltung des einst barocken Lustgartens in einen Landschaftsgarten klassisch-romantischer Prägung – mit zahlreichen Schmuckplätzen und Parkarchitekturen wie Fontänen, Skulpturen, dem Rosenberceau und einer künstlichen Ruine, der Großen Grotte. Der Russische Garten westlich des Schlosses ist ein besonderer Teil des Parks, denn er wurde auf Veranlassung Carl Friedrichs für seine Frau Maria Pawlowna als beinahe exakte Kopie ihres Gartens in Sankt Petersburg angelegt. Von 1974 bis 1982 erfolgte die Wiederherstellung des Parks sowie des Russischen Gartens. | Weitere Informationen

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Die Außenstandorte finden Sie in der untenstehenden Karte. Um Ihre Reise zu planen, tragen Sie Start- und Zielpunkt ein.

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Auf der Website des Thüringer Landesamts für Bodenmanagement und Geoinformation können Sie sich die Übersichtskarte zu den BUGA-Außenstandorten herunterladen.